Schreibworkshop
Für die Klassen 3 bis 10 biete ich Schreibworkshops mit freien (eigenen) Themen an.
Der Workshop ist in 2 bis 3 Teile (jeweils 2 Schulstunden) gegliedert, die idealerweise an 2 bzw. 3 verschiedenen Tagen stattfinden. Das Ergebnis soll ein eigener Text (Geschichte, Essay, Gedicht) sein.
Themen Schreibworkshops
Was, wenn alles möglich wäre ? (für die 4. bis 7. Klasse)
Was würde passieren? Mir, meiner Familie, meinen Freunden, allen Menschen dieser Erde.
Was würde ich machen? Was würden wir tun?
Träumen, wünschen, herbeisehnen – mit Worten kann ich alles entstehen lassen – einen Moment, einen Tag, ein Abenteuer, ein Leben, eine Welt, eine Utopie.
Geschichten, Gedichte, Raps und Unsinn.
Sag, was du willst. Du darfst das. (Politische Texte für die 7. bis 9. Klasse)
In einer Demokratie haben die Menschen das Recht, sich zu informieren, sich eine Meinung zu bilden und diese laut zu sagen oder aufzuschreiben.
Wie sage ich etwas? Und warum?
Möchte ich einen Zustand beschreiben, der mir nicht gefällt? Der im Allgemeinen fragwürdig oder gar verkehrt ist? Möchte ich etwas verändert wissen? Für mich? Für andere oder alle? Wer soll mich hören? Und weshalb?
Wörter können mächtig sein. Ob einzeln oder im Verbund. Schlagworte, die neugierig machen. Punchlines, die aufwecken. Hook lines, die wie Ohrwürmer durch die Gehirne kriechen und nicht mehr weggehen.
Gemeinsam wollen wir Zeilen, Verse, Texte schreiben, die gehört werden sollen und etwas bewirken können.
Demokratie und ich – Lesung und Workshop für die 5. und 6. Klassen
Die renomierte Jugendstudie 2024 (Jugend in Deutschland) enthüllt eine pessimistische Jugend. Von Ängsten und Sorgen heimgesucht empfinden junge Menschen Hoffnungslosigkeit und eine Unfähigkeit zu handeln und zu wirken. Daraus entsteht ein Politik- und Demokratieverdruß, der sich in erschreckend hohen Zulaufzahlen rechter Parteien zeigt.
Demokratie zu verstehen und eigene Wirkmächtigkeit in einer solchen zu erkennen, ist Ziel dieses Erzählworkshops für die 5. und 6. Klassen.
Anhand meiner Bücher „Julia und die Stadtteilritter“ oder „Parole Teetee“ entdecken wir demokratische Prozesse im alltäglichen Miteinander und versuchen, den Antworten folgender Fragen auf die Spur zu kommen:
Was ist Demokratie?
Was bedeuten Freiheit, Gleichheit und Miteinander?
Was sind Grundrechte?
Habe ich auch Pflichten?
Was ist Verantwortung?
Dabei gehen wir auf die ersten 5 Artikel des Grundgesetzes ein.
Wir reden und philosophieren über solidarisches Entscheiden und über den notwendigen Zusammenhalt, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Warum jeder einzelne Mensch ein wichtiges Teil der Gemeinschaft ist und wie man sich am besten einbringen kann. So wie es auch die 5 bzw 7 Freunde in den Romanen erleben und umsetzen.
Zusätzliches Thema „ehemalige DDR“:
Der Kinderroman „Julia und die Stadtteilritter“ ist inspiriert von meiner eigenen Kindheit, die ich in der ehemaligen DDR verbrachte.
Ich erzähle von dieser Zeit als Kind in einer „sozialistischen“ Diktatur. Die Schüler:innen sollen diese Erzählungen mit ihrem eigenen Leben und ihren Wünschen vergleichen.
Grenzenlos – Schreibworkshop für Kinder und Jugendliche (5. bis 9. Klasse)
Grenzen bestimmen unser Leben, unseren Alltag, unser Handeln, aber auch die Art und Weise, wie wir die Welt betrachten und andere Menschen beurteilen. Wer innerhalb steht, gehört dazu und ist in Sicherheit. Außerhalb ist man physisch als auch psychisch labil oder gar in Gefahr.
Wer bestimmt solche Grenzen? Müssen wir die akzeptieren? Wäre eine Welt ohne Grenzen nicht ein ersehntes Utopia, geprägt von Diversität, Offenheit und Gemeinschaft?
Um Grenzen zu überschreiten oder abzubauen, muss man sich ihrer gewahr sein. Wo liegen sie? Wie sind sie (haptisch oder abstrakt? / Zäune, Mauern und Barrikaden oder Gesetze, Bestimmungen und Regeln)? Wie lassen sie sich überwinden (persönlich sowie als Gemeinschaft)?
Erzählend und schreibend sollen sich die Kinder und Jugendlichen dem Thema nähern. Dazu wird es verschiedene Übungen geben, in denen Positionen erarbeitet und hinterfragt sowie utopische Ideen entwickelt werden.
Ob das individuelle Ergebnis eine schriftliche Gedanken-Sammlung, eine Geschichte, ein Essay, ein Manifest, Aufruf, Gedicht oder Rap sein wird, bleibt dabei jeder Person selbst überlassen. Eine „gebundene“ Sammlung der Texte aller Teilnehmenden wäre wünschenswert.
Eine gemeinsame Präsentation kann ebenso erarbeitet werden.
Ich und um mir diese Welt – Workshop zur Adoleszenz für die 7. bis 9. Klasse (einzeln oder als Zusatz zur Lektüre von „Keine halben Sachen“)
Erwachsenwerden – was bedeutet das?
Was ist das überhaupt – Erwachsensein? Eigene Steuererklärung, Haftpflichtversicherung, Hochzeit, nicht mehr weinen und wissen, wo es lang geht?
Ganz bestimmt nicht.
Allein das Wort scheint nicht richtig. Erwachsensein. Das klingt nach einem erreichten Ziel, nach einem festen Zustand.
Dabei sind alle Menschen auf dem Weg. Immer. Letztlich in die Urne. Aber bis dahin liegt viel, das das Leben bedeutet. Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle. Glück, Liebe, Gemeinschaft. Pflichten und Verantwortungen. Aber eben auch Ängste, Nöte und Einsamkeit.
Was also, wenn ich alleine bin? Wenn ich Angst habe?
Zukunft, Klimakrise, Kriege, zusammenbrechende Systeme – das ist die Welt da draußen.
Drogen, eigenes Versagen, Depressionen, Liebeskummer, Streit mit den Eltern, die falschen Leute, sich selbst nicht mehr verstehen, Einsamkeit – das gehört zur inneren Welt.
Wie soll man da klar kommen? Überhaupt einen Weg finden und dann noch seinen eigenen?
Was ist das mit dieser Verantwortung?
Wofür habe ich die? Für mich? Meine Familie? Für Fremde? Oder für diesen Planeten?
Kann das zu viel sein? Könnte ich daran zerbrechen?
Oder ist das Gegenteil der Fall und Verantwortung ist ein gutes Gefühl, das Stärke, Zufriedenheit und Gemeinschaft vermittelt?
Ergebnisse sollen eigene Wörter, Bilder oder Darstellungen sein. Ob als Text, Podcast, als Film oder Comic. Ob als Gemälde, Skulptur oder mixed media.
Meine 3. Haut – Workshop für die Klassen 7 bis 10
Wie trete ich der Welt gegenüber?
Habe ich das Gefühl, mich schützen zu müssen? Oder will ich mich präsentieren? Zeige ich mich als Teil einer Gruppe oder Gemeinschaft? Oder möchte ich mein Selbst herausstellen?
Nackt (nur von unserer ersten Haut bedeckt) sind wir einerseits absolut authentisch, aber auch schutzlos. Wir kleiden uns in eine zweite Haut. Die entzieht uns den Blicken der anderen, sie wärmt uns, sie verbirgt, schmückt, stellt uns heraus oder als Teil einer Gemeinschaft dar.
Was ist dann eine 3. Haut? Wozu brauche ich die, was kann die?
Ein Hobby, eine Passion, ein bestimmtes Engagement, ein lautes Lachen, eine abweisende Mine, ein starkes Make Up, Videospiele, Bücher, Freunde, Familie, die Gang, eine sehr leise Stimme. All das sind Beispiele für eine 3. Haut, in der ich der Welt trotze, mich vor ihr verstecke oder sie umarme.
Gemeinsam wollen wir unsere 3. Häute erkennen, ihren Sinn hinterfragen und sie in einer Präsentation / Show darstellen.